Fotowettbewerb, Hessenslam und mehr

… und wieder einmal ist es soweit: Blah blah, hab hier lange nichts mehr geschrieben, blah blah. Egal.

Fotowettbewerb Slam2011.

Wie ich gerade erfahren durfte, habe ich beim Slam2011 den zweiten Platz belegt. Wie letztes Jahr auch schon (da war’s allerdings der erste) nicht als Slammer, sondern als Fotograf, und zwar mit diesem Foto von Tobi Kunze.

Draufklicken und dann bei Flickr auf die Lupe lohnt sich, wie ich finde.

Hessenslam 2011.

Wie ich schon länger weiß, und was ich an meinem Geburtstag erfahren durfte: Nach 2009 habe ich beim Hessenslam 2011 am 13. August in Eschwege den ersten Platz belegt und darf mich somit wieder amtierender hessischer Poetry Slam Meister nennen. Dieses Mal allerdings nicht als Solo-Slammer, sondern als Teil des Teams Steffis Vorschlag (mit meinem Kumpanen Alex Burkhard aus München). Euphorie und Ego-Politur sind größer, als es sich diesen Zeilen wohl entnehmen lässt.


(Foto: Hessenslam-Staff)

Solo-Hessenmeisterin wurde übrigens Theresa Hahl, die sich überfälligerweise auch endlich mal mit einem Titel schmücken darf.

Von diesem Event gibt es übrigens auch eine kleine, feine Sammlung von aus meiner Kamera stammenden Bildern:

Hessenslam 2011 – Fotos bei Flickr
Hessenslam 2011 – Fotos bei Facebook

Noch mehr Fotografie.

Auf meinen weiteren Reisen über die Slambühnen des Landes habe ich auch noch mehr Fotos gemacht. Diesen Blog damit zu füllen, wäre sicher machbar, nur bin ich dafür zu faul.

Wem trotzdem gefällt, was ich so mache, dem sei hiermit ans Herz gelegt, ab und zu mal meinen Flickr-Fotostream zu besuchen oder auf Facebook meine Beiträge zu abonnieren. Also wenn wir uns nicht sowieso kennen und beim bösen Facebook befreundet sind. Auf diesem Bild hier oben ist übrigens die überaus talentierte Münchner Slammerin Fatima Moumouni zu sehen, die in ein paar Tagen den Slam2011 (U20) gewinnen wird. Tippe ich mal.

Blogzeug.

Ninia LaGrande hat mich ein paar Dinge gefragt. Ich habe auf ein paar Dinge geantwortet. Wer sich fragt, was sie gefragt hat und die Antwort auf die Frage was ich wohl geantwortet habe sucht, der möge auf Ninias Blog vorbeischauen!


Lieblingsmenschen

In einer Stadt, die ich sehr mag, gibt es Menschen, die ich sehr mag. Und weil ich eine sehr moderne Kamera habe, die sehr alt aussieht, und die nicht nur schwarzweiße sondern auch bunte Fotos machen kann, will ich der ganzen Welt hiermit zeigen, dass diese Menschen mich zumindest so nah an sich ranlassen, dass ich sie damit fotografieren kann.

Es gibt eigentlich sogar noch mehr Menschen, die ich mag. Nur fehlen von denen teilweise Fotos. Oder vielleicht schreibe ich das nur so, und die lassen mich eigentlich nicht nah genug ran, um sie zu fotografieren.


Gut, dass die Unordnung meines Zimmers in der Unschärfe (Bokeh) verschwindet.


Mein baldiger Mitbewohner.


Auch. Vielleicht zumindest.


Mein temporärer Mitbewohner. Allerdings nur einer von den beiden.


Nochmal.


Streng genommen kein Mensch. Und eigentlich hasse ich Wespen. Das Foto ist eigentlich total falsch hier.


Noch mal mein vielleicht auch baldiger Mitbewohner. Noch mal eigentlich nur einer von den beiden.

Und auch noch mal mein temporärer Mitbewohner.


Wirkt in Bewegung.


Modernes Retro-Gedöns

Ich kann mit einem sehr alten Objektiv an einer sehr modernen Kamera, die aber sehr alt aussieht, sehr moderne Fotos machen, die sehr alt aussehen:


Martin


Lars


Noch mal Martin


Nicht noch mal Lars

Mit einem Klick auf die Bilder kommt man jetzt auch auf die entsprechende Seite bei Flickr, wo ich meine Bilder ab sofort mal hochladen werde. Kann man dort auch direkt verfolgen


Hessentagslam

Mit gemischten Gefühlen ging ich heute Vormittag(!) meinem zweiten Auftritt bei einem „Hessentag“ entgegen, dieses Jahr in Oberursel. Wenn ich schreibe „gemischte Gefühle“, dann meine ich eigentlich „eindeutige Gefühle“. Vielleicht wird man dem folgenden Bericht die Art der Gefühle entnehmen können.

Die Bundeswehr ist bei Hessentagen enorm präsent, umwirbt „Frischfleisch“ und erweckt den Anschein, dies ganz schön nötig zu haben. Im großen Festzelt der Bundeswehr wird der zweite Hessentagslam ausgerichtet. Auf der Suche nach jenem Zelt fragen wir zwei patrouillierende Soldaten nach dem Weg:

Lars: „Wo ist denn das Festzelt? Wir veranstalten da einen Poetry Slam.“
Soldat: „Einen was?“
Lars: „Einen Poetry Slam.“
Soldat: „Noch mal auf deutsch bitte.“
Lars: „Einen Dichter…krieg.“

Ein ausrangierter Kampfjet markiert den Eingang, hätte uns eigentlich auffallen können. Im Zelt wuseln junge und alte „bewaffnete Sozialarbeiter“ (Zitat Georg Schramm) im Flecktarnanzug. Nach meiner Vermutung alles Soldaten, die entweder noch nicht oder nicht mehr in Afghanistan, Somalia, Bosnien & Herzegovina, im Kosovo, Kongo, oder Sudan Abenteuer-Urlaub machen oder vor der afrikanischen oder libanesischen Küste Piratenschiffeversenken spielen dürfen. Oder wie es nach dem Grundgesetz heißen muss: Die Grenzen unseres Landes verteidigen. Oder wie es Verteidigungsminister de Mazière sagt: Deutsche Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen verteidigen. Aber ich schweife ab.

Moderator Lars Ruppel lost die Reihenfolge aus.
Mein Taschentelefon kann Vintage-Filter. Wow.

Der Backstage-Bereich ist hinter Tarnnetzen gut versteckt, die Getränkeversorgung beschränkt sich auf eine halbe Kiste Erfrischungsgetränke (für 14 Leute). Klar, auch bei der Bundeswehr muss gespart werden.

Die Veranstaltung eröffnen soll eigentlich die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, was sie aber nicht tun kann, da sie sich „noch im Zulauf“ befindet. Eine Aussage, die in den Köpfen der teilnehmenden Slammer unterschiedliche, aber durchweg erheiternde Bilder provoziert.

Das Publikum besteht aus 500 Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen, die mit ihrer sparsamen Aufmerksamkeit nicht den Anschein erwecken, freiwillig anwesend zu sein.

Das Publikum des Hessentagslams.
Aus Slammerperspektive nicht ganz so wow.

Beim letztjährigen Hessentagslam wurde hinter der Bühne spontan und kollektiv entschieden, das Schlagwort „Afghanistan“ in die Texte einzubauen, dieses Jahr hält sich das kritische Eingehen auf unseren Gastgeber leider in Grenzen. Lars Ruppel tut als Moderator sein Bestes, die willkürliche Aufmerksamkeit der Schülerhorden zu lenken, auch mit den Konkurrenten Kollegen fiebern wir (Slammer) mit, wie gut ihnen das gelingt. Einige haben mehr Glück, andere weniger.

Gegen Ende der Veranstaltung schafft es Ministerin Kühne-Hörmann dann doch noch, zuzulaufen. Sie sagt nett „danke“ und überreicht (mit Staatssekretär Jung) Notizbücher an alle Aufgetretenen. Auch wir sagen nett „danke“.

Gewinner Bleu Broode hat sein altes Liebesgedicht an seine
Mathelehrerin vorgetragen. Eine Mathelehrerin fand das gut.

Auch wenn es vielleicht einen anderen Anschein erweckt, eigentlich will ich gar nicht meckern. Ist ja auch nicht nett, wenn man extra eingeladen wurde. Und rückblickend sind meine „eindeutigen“ Gefühle natürlich doch irgendwie gemischt, schließlich ist es immer wieder ein Fest, mit Bleu Broode, Bo Wimmer, Florian Cieslik, Lars Ruppel, Saba Zere, Stefan Dörsing, Theresa Hahl, Tilman Döring und wen auch immer ich jetzt warum auch immer vergessen habe auf Poetry Slams unterwegs zu sein.

Außerdem gab es im Anschluss in der Feldküche (gegen Essensmarke) Erbseneintopf. Und der war echt gut.


Tourtagebuch, Tage 8/9: Keine große Lust & Heimkehr

Passend zum letzten Tag der Tour und zum letzten Eintrag des Tourtagebuches gehen mir tatsächlich die Worte aus.

Ich habe keine große Lust, darüber zu schreiben, wie ich meinen tourabschließenden Sonntag verbracht habe, weil einfach nichts Spannendes passiert ist (Ulm – Zug – Würzburg).
Ich habe keine große Lust, darüber zu schreiben, wie der letzte Slam der Tour so war, der diesjährige Würzburger Highlander, weil sich so Slamberichte ja doch irgendwie immer gleich lesen (600 Zuschauer – erwartungsgemäß ausgeschieden – trotzdem schön).
Und ich habe keine große Lust, mit meiner Casio-Deluxe-Zeitreisenuhr noch mal in die Vergangenheit zu reisen, weil ich so langsam dann auch alle relevanten Ereignisse besucht habe und das Blog damit auf dem neuesten Stand ist. Vielleicht verkaufe ich sie einfach bei Ebay.

V.l.n.r.: Hässliches Ulmer Theater, unnötig dramatisch nachverfärbter Himmel, echte Gewitterwolken. Foto: Taschentelefon

Nun bin ich wieder im schönen Marburg, auch hier türmen sich Gewitterwolken, mein Zimmer hat gemütliche 28,5 °C. Stelle fest, dass in der WG („Warst du weg?“) und der Welt alles beim alten ist und ich bloß beim lustigen EHEC-Erreger-Raten ein paar potentiell schuldige Lebensmittel übersprungen habe. Werde das tägliche Bloggen nun endlich abschließen und mich kopfüber wieder in den Diplomarbeitsalltag stürzen.

Martin, Mensa?


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