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Nach diesem leuchtend schillernd bunten Wochenende des Slam2009 bin ich nun wieder im grauen Schweden angelangt, sehe draußen vor meinem Fenster die letzten Blätter von den Bäumen fallen und halte mich mit Fotos und Videos hochladen, Blogartikel schreiben und weiteren Sinnlosigkeiten davon ab, einen Text über „Equity“ im schwedischen Schulsystem für die Uni zu lesen.

In Düsseldorf durfte ich in einem 20er Zimmer schlafen (aber ich habe ja Ohrenstöpsel) und bin schon in der Vorrunde ausgeschieden (dafür konnte ich den Rest des Wochenendes ganz unbeschwert genießen). Ich habe viele viele nette Menschen kennengelernt, die ich nur auf der Bühne oder gar nicht kannte, und habe viele viele nette Menschen wieder getroffen, die ich im letzten Jahr auf meiner Reise über deutsche Poetry Slam Bühnen schon  kennengelernt hatte.

Bilder gibts hier jetzt keine, da kann ich mich einfach nicht für eine kleine Auswahl entscheiden, hier gibts eine kleine Galerie mit Bühnenfotos einiger Slammer in einigen Runden, bei denen ich anwesend war. Videos aller Finalrunden (Team, U20 und Einzel) gibts offiziell bei Youtube, einige weitere Videos aus Vorrunden habe ich aufgenommen und hochgeladen, zum Beispiel vom Team LSD (Volker Strübing und Micha Ebeling), SMAAT (Sebastian23, Lars Ruppel, Gabriel Vetter und Felix Römer) und von Andy Strauß (auf das jeweilige Bild klicken für Video).

Team LSD SMAAT Andy Strauß

Die verdienten Sieger waren übrigens Team PauL („Poesie aus Leidenschaft“, Scharri, Bumillo & Heiner Lange), Yasmin Hafedh (U20) und Philipp *Scharri* Scharrenberg (Einzel).

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So, genug. Muss Uni machen.

Düsseldorf: Slam2009

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… noch einmal schlafen dann geht’s los. Morgen ganz ganz ganz früh mache ich mich auf den Weg zum Kopenhagener Flughafen und von dort auf nach Düsseldorf, wo von morgen bis Samstag der „National“, die 13. deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften ausgetragen werden. Etwa 250 Slammer werden erwartet, davon 101 im Einzelwettbewerb, in dem ich teilnehme. 10 Vorrunden aus denen jeweils 2 weiterkommen (meine: Gruppe 4), 2 Halbfinals aus denen jeweils 5 weiterkommen und das große Finale der besten 10.

Rechne mir keine großen Chancen aus, dafür kommen einfach zu viele zu gute Leute, aber es wird garantiert ein großer Spaß.

Bin ein bisschen aufgeregt.

Blödheit und Pech gehört irgendwie zusammen, die gute Abendunterhaltung ist mehr so das „P.S.“ dieses Artikels.

Vor etwa einer Woche habe ich aus Blödheit mein gesamtes Handy-Telefonbuch gelöscht. Ich konnte viele Nummern wieder herstellen, ein paar fehlen aber noch.

Ärgerlich. Noch ärgerlicher: Mit Wasserglas in der Hand stolpern und den Inhalt über die Tastatur des neuen Macbooks schütten. Wasser + Macbook = über 500€ Reparaturkosten. Neben meinem Schreibtisch steht jetzt ein kleines Tischchen für Getränke, so schnell kommt mir keine Flüssigkeit mehr in Laptop-Nähe.

P.S.: Gute Abendunterhaltung: „Open Mic Night“ in der Smålands Nation. Nations sind (wie schon mal erwähnt) Studentenorganisationen in Lund, die ungefähr alles rund ums Studium (Essen, Sport, Exkursionen, Parties, Konzerte und mehr) organisieren, und Smålands Nation ist die „alternative“ Nation, roter Stern am Eingang etc.

Smålands Nation is the only nation in Lund that prefers an innovative and diverse culture to borgeouis traditions and students’ farce. Smålands nation works from a platform characterized by socialism, critical thinking, feminism and environmental consciousness, which pervades practically all our activities.

(Quelle: Homepage der Nation)

… you get the picture.

Und „Open Mic Night“ ist, wie der Name schon sagt, „offenes Mikrofon“, was in der Praxis so aussieht, dass den ganzen Abend über ein SEHR breites Programm an Künstlern, größtenteils Musikern, zu sehen ist, die an ihrer Kunst teilhaben lassen wollen.

Hier eine kleine Videozusammenstellung der Künstler der letzten „Open Mic Night“:

Update

… ein kreativerer Titel fällt mir momentan leider nicht ein. Ich dachte mir, ich schreibe mal wieder ein paar Zeilen und lade ein paar Bilder hoch, für die Leutchen die es interessiert, wie es mir hier in Lund so ergeht.

Major News (man verzeihe mir meine englischen Einwürfe, ich spreche zu 99% englisch hier): Meine Kurse haben endlich angefangen. Genau genommen hat ein Kurs angefangen („Education, Culture and Lifestyle in Sweden“), dieser allerdings Vollzeit, 7.5 ECTS Punkte in 4 Wochen. Gruppenarbeit spielt hier eine deutlich größere Rolle als in Deutschland, und ich bin positiv davon überrascht, wie gut das funktioniert. Vor Beginn des Kurses war ich fast anderthalb Monate „kursfrei“, was damit zusammenhängt, dass die Kurse hier blockweise stattfinden, und meine gewählten (ohne mein Wissen zum Zeitpunkt der Wahl) alle in der zweiten Semesterhälfte stattfinden.

Minor News: Freizeitgestaltung. Früh morgens aufstehen, mir ein paar Klamotten überziehen und mich auf die Straße gegenüber vom Wohnheim stellen. Feueralarm, 3 mal in einer Woche (und keiner davon Probealarm). Jedoch keine ernsthaften Schäden.
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Weiterhin fotografiere ich gelegentlich aus dem Fenster, zum Beispiel wenn es hagelt…
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… oder kurz davor:
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Um die Zeit vor Beginn meines ersten Kurses totzuschlagen, habe ich beschlossen ein neues Instrument zu lernen. Und weil hier ja alles so teuer ist, konnte es natürlich kein großes teures Instrument sein, also habe ich mir ein kleines billiges gekauft: 250 SEK (ca. 25€) für eine Ukulele im örtlichen Musikladen.

Auf dem Bild (hinter der Kamera Lolo aus China, glaube ich): Roommate Niels (aus Belgien) und ich in der Küche:
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Natürlich verbringe ich nicht meine gesamte Zeit im oder vor dem Wohnheim, gelegentlich fröne ich auch der vielseitigen Abendunterhaltung in Lund, zum Beispiel Open Mic Night (Smålands Nation) oder Wisecrackers All English Comedy Club (Västgöta & Helsingkrona Nation), teste Pubs oder verlasse Lund um mal die Nachbarschaft auszuchecken (womit ich natürlich Malmö meine).

10422_151063884025_709889025_2559816_3038993_nMalmö ist ein Kapitel für sich, so etwas wie der unliebsame hässliche große Bruder von Lund, der sehr komischen Dialekt spricht (Skånska, deutlich intensiver als in Lund, obwohl nur 10 Minuten mit der Bahn entfernt). Skånska oder auch schonisch ist so etwas wie eine Mischung aus Schwedisch und Dänisch und klingt, als müsse man sich übergeben.

Dafür ist Malmö größer und hat viel, was man in Lund nicht findet. Zum Beispiel größere Konzerte (Devildriver, Killswitch Engage und In Flames werde ich mir dort im November und Dezember anschauen), eine Lasertag Arena (awesome! Foto von Tobi, auf dem Foto ich, Tobi und Emrah) und ein Eishockey Team, die „Malmö Red Hawks“.

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So, nun neigt sich mein großes Update dem Ende zu. Demnächst: Ein letzter Heimaturlaub bevor ich im Juni 2010 wieder nach Hause zurückkehre: National Poetry Slam in Düsseldorf!

Inside and outside

(but not blue): Mal schnell zwei kleine Fotos meines Zimmers hier in Lund:

1. Gestern Abend (so langsam wirds wohnlich):
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2. Vor 2 Minuten (Regen gibts auch hier):
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Nachtrag: Das In Flames Poster macht sich gut hinter der Lichterkette.
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„Gratis Stresstest?“

„Har du fem minuter för en stresstest? Det är gratis!“ („5 Minten Zeit für einen kostenlosen Stresstest?“), werde ich vor dem Supermarkt gefragt. Hatte versucht, den Damen und Herren, die taktisch klug über den gesamten Clemenstorget verteilt stehen, auszuweichen, und fast hätte ich das auch geschafft.

‘Keine Lust, keine Zeit’, denke ich mir, „ingen tid“ („keine Zeit“) sage ich. Und bekomme einen Flyer in die Hand gedrückt, ich solle den Test doch einfach auf dem Rückweg mitmachen, und könne auch gerne noch jemanden mitbringen.

Höflicherweise lasse ich mir einen Flyer in die Hand drücken und stecke ihn in meine Hosentasche. Auf dem Rückweg schaffe ich es, alle Stresstest-Werber zu umgehen, auch wenn es zwei gute Männer, die direkt vor mir gingen, erwischt hat.

Sp_912Jenen Flyer schaue ich mir jetzt, zwei Tage später, an, und staune schon ein bisschen, da der Flyer kein Flyer sondern ein Bestellcoupon für L. Ron Hubbards „Dianetik“ ist. Tatsächlich ist die Scientology „Kirche“ recht groß in Schweden, und genießt sein 9 Jahren, wie z.B. auch in Amerika, den Status einer steuerbefreiten Religionsgemeinschaft.

Hat mich dazu angeregt, mal wieder diese Southpark-Episode zu schauen. Wärmstens empfohlen.

(Wer sich nicht in Deutschland befindet: Über diesen Link auf die Seite des jeweiligen Landes gehen und nach Staffel 9 Folge 12 „Trapped in the closet“ suchen)

Dachterrasse!

Da hat es erst einen Ausflug nach Deutschland gebraucht, ein zufälliges Aufeinandertreffen mit einer Marburger Studentin, die vor 3 Jahren auch mal in Lund war und genau in meinem Wohnheim „Spoletorp South“ gewohnt hat, um herauszufinden, dass wir hier einen Dachterrasse haben.

Ich bin wahnsinnig begeistert und werde ab sofort jede freie Minute dort verbringen wenn das Wetter es zulässt, und mich ausruhen (von der Ruhe die ich hier sowieso ständig habe, meine Kurse fangen ja erst im Oktober an…)!

Der Blick auf die Stadt:
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Gutes Buch, (mehr oder weniger) gemütliche Bank, Sonnenuntergangsstimmung:
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Blick nach Westen: Man kann sogar das Meer erahnen (zumindest mit 12x Zoom):
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Himmel: Kann auch ab und zu ganz schön sein (links neben dem Kran kann man auch das Windrad vom Bilder drüber sehen)
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Hach ja… Life is beautiful (livet är skönt)!

Die Presse…

… schrub auch im Print etwas über Hessenslam und mich (klick für groß):

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Hessenslam Finale

P1010889Verdammt, was schreib ich denn da jetzt…

Vielleicht später.

Jetzt (14.09., 17:00 Uhr). Nach wiederum relativ schlafloser, wiederum aber auch interessanter Nachtzugfahrt bin ich wieder in Lund angelangt. Ein bisschen geschlafen hab ich auch schon, also jetzt mal ran!

Seit ich vorgestern im Marburger Cineplex vor 500 Leuten nach bestimmt 20 Minuten Endabstimmung das Finale gewonnen habe, darf ich mich nun also hessischer Poetry Slam Meister nennen. Das war jetzt nicht direkt eingeplant, jetzt muss ich ja Ende Oktober schon wieder nach Deutschland fahren, zum „National“, den deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften. Aber ich will mich ja nicht beschweren :) .

Unglaublich großen Spaß hat das auf jeden Fall gemacht, eine sehr tolle Veranstaltung war das, „großes Kino“ (hach ja..) Lars!

Ein bisschen schade ist das mit der Presse, hat mich direkt, noch bevor ich von der Bühne steigen konnte, abgefangen, recht perplex war ich da noch, wahrscheinlich bin ich ja auch selbst Schuld, dass da mal wieder einiges nicht stimmt, schon gut möglich dass ich „Nähe“ bei „Nähe Kassel“ unterschlagen habe.. Bin mal gespannt auf den Print-Artikel, den mir die Redakteurin ja per noch per Mail schicken will… (ein Video gibts übrigens auch, aber da komme ich auch aus Kassel)

So, genug geschwafelt, hier mein Finaltext: „Sinn des Lebens“, gefilmt von meinem Papa!

Halbfinale

Ernst wurde das gestern, endlich wieder Poetry Slam, endlich wieder mitmachen… Halbfinale des Hessenslams im Trauma, 150 Zuschauer, 12 Slammer, 2 Moderatoren… Ich war so heiß auf den Slam!

Naja ok bisschen übertrieben vielleicht. Ich war zufällig in der Gegend und da hab ich mir dann halt mal gedacht „oh, da gibts ja ein für den Erstplatzierten ein Fass Apfelwein zu gewinnen, ich mag keinen Apfelwein, aber den kann ich dann ja netten Menschen in den Mund träufeln und mir Freunde damit kaufen“. Hab das Fass dann halt gewonnen und mir Freunde gekauft, hat ganz gut geklappt!

3 Bilderchen gibts jetzt, 2 Filmchen von mir auf der Bühne in ein paar Tagen, das Internet ist hier leider zu langsam um was bei Youtube hochzuladen. Neue Texte auf jeden Fall!

Auf diesem Bild zu sehen: Die Finalisten des Halbfinals, ich (wunderschön hinter einem Mikrofonständer stehend, das kann ich besonders gut, aber immerhin mit unglaublich coolem Turtles-Shirt), Tilman Döring und Felix Römer
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Ich mit Apfelwein :)
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Und hier die beiden Moderatoren, Julius Fischer und Christian Meyer (hier besonders gut getroffen), auf dem Bild schon nach dem Slam in ihrer Funktion als „The Fuck Hornisschen Orchestra“ auf der Aftershow Party:
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Mehr später, heute Abend Finale im Cineplex, 450 Zuschauer und ausverkauft, yeah!

Nachtrag: Video aus der Vorrunde: „Aufwachen“!

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