Slamtour!

Kurz zur Ruhe gekommen sitze ich hier in meinem Marburger WG-Zimmer, schwelge in Erinnerungen und schaue mir die Fotos meiner bisher längsten Slamtour an: Koblenz-Frankfurt-Mainz-Darmstadt-Marburg. Irgendwie hab ich nur in Koblenz und Marburg Fotos gemacht.

In Koblenz am 19.01. durfte ich am „Reimstein“ teilnehmen, benannt nach einem Pflasterstein, den der Sieger hinterher mit heim nehmen darf. Nach drei Runden (von denen ich in allen teilnehmen durfte) wählte das Koblenzer Publikum dann den Kieler Moritz Neumeier zum Sieger, der nun zum dritten mal in Folge den Pflasterstein mit sich herumschleppen darf. In Erinnerung geblieben ist mir auch der (womöglich unabsichtlich zu laute) Kommentar einer Dame aus dem Publikum als ich den „Sinn des Lebens“-Text vortrug, die richtig schön verächtlich „Was’n Traumtyp“ von sich gab. Hoffe sie meinte mein lyrisches Ich.

Habe mich sehr gefreut, dort auch Andi Substanz aus Münster kennenzulernen, sowie Hanz und Alex Willrich aus dem Süden wieder über den Weg zu laufen. Was man auch nicht alle Tage auf Tour erlebt: Haben hinterher noch gemütlich in der Übernachtungs-WG Gesellschaftsspiele gespielt. Schön :).

Ein paar Bilder aus Koblenz:

Nadja Schlüter, die Moderatorin, wärmt das Publikum auf.

Abstimmung nach meiner ersten Vorrunde: Alex Willrich, ein von meinem Fotoapparat überraschter Moritz Neumeier und Moderator Ralf.

Abschluss: Hanz und Alex Willrich lassen den Abend mit einem Auftritt als „Alex und Hanz – Team A-Z“ ausklingen.

In Frankfurt fand am 20.01. der erste „deluxe“ Slam statt, welcher gleichzeitig Auftakt der nun regelmäßig stattfindenden Hessentour war. Das „Café KoZ“ (was die Frankfurter auch wirklich als „Kotz“ aussprechen) war voll bis auf den letzten Stehplatz. Abgesehen von Moritz, mit dem ich zusammen aus Koblenz angereist bin, stießen dort noch Theresa Hahl aus Berlin, Yasmin Hafedh aus Wien, Stefan Dörsing aus Wetzlar sowie die Marburger Dominique Macri, Bo Wimmer, Elena Lorscheid und Felix Römer zu uns. Auch hier durfte ich noch mal ins Finale, wo ich einen zwei Tage zuvor geschriebenen neuen Text ausprobiert habe. Gewonnen hat wieder einmal Moritz, vor Stefan und mir.

Am 21.01. ging es weiter nach Mainz. Einfach aus Frankfurt mitgereist sind dorthin Moritz, Theresa, Yasmin, Stefan, Domi und Elena, zu uns stieß weiterhin (u.a.) der Mainzer Schunke III. Auch hier war der Laden (KuZ) mit mehr als 400 Leuten im Publikum so voll, dass leider nicht alle, die sich angestellt hatten, hereinkommen konnten. Die Publikumsjury wählte Schunke, Elena und Theresa ins Finale, welche dann letztendlich auch den Siegerabsinth sowie einen der skurrilsten Preise entgegennehmen durfte, die man sich vorstellen kann: Eine Dornenkrone, gekauft vom Moderator Jens Jekewitz in einem Souvenir-Shop in Israel.

Die gesamte Slammergruppe reiste am 22.01. weiter nach Gießen, während ich einen Abstecher nach Darmstadt zur legendären Dichterschlacht machte. Ich stieß dort u.a. auf Tobi Kunze aus Hannover und Julian Heun aus Berlin, letzterer konnte den Wettbewerb für sich entscheiden. Ich habe es trotz tiefsten Winters mal wieder gewagt meinen eigentlich im Frühling angesiedelten Text „Ich mag Regen“ vorzutragen, was mir sehr viel Spaß bereitet, leider aber nicht für’s Finale gereicht hat. Insgesamt war der größte Poetry Slam Deutschlands überraschend ruhig, dafür dass geschätzte 600-800 Menschen im Publikum saßen. Komme trotzdem gerne wieder!

Den Abschluss machte am 23.01. mein unangefochtener Lieblingsslam in meiner Lieblingsstadt Marburg, der dieses mal ein U23 Slam war, das heißt es durften nur Autoren unter 23 Jahren antreten. Etwas untypisch, ist es doch sonst immer U20. Trotzdem verschaffte dies mir zum ersten mal die Gelegenheit, als „Featured Poet“ außerhalb der Konkurrenz aufzutreten, was Spaß macht und ein überraschend entspannendes Gefühl ist.

Natürlich war der Slam ausverkauft, was auch sonst, und die Stimmung war Marburg-typisch unangefochten die beste Slamstimmung ever. Ins Finale schafften es Yasmin, Theresa, Team „Allen Earnstyzz“ (Stefan, Temye Tesfu und Julian), Julian (der so gegen sein eigenes Team antrat) und Moritz. Gewinnen konnte mal wieder Moritz.

So, genug geschrieben, lasse nun Bilder sprechen.

Theresa Hahls Texte und Auftritte wurden nicht nur von Lars Ruppel (links) bewundert.

Das Team „Allen Earnstyzz“ (v.l.n.r. Stefan Dörsing, Julian Heun, Temye Tesfu) konnte unmöglich weniger als Höchstpunktzahl bekommen.

Das große Finale: Applausabstimmung.

So. Dienstag geht’s weiter auf die nächste Tour: 6 Tage in den Norden und Westen des Landes!

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