Tourtagebuch, Tag 4: „Im Volksmund auch Klinkenstecker“

In der der Kaufingerstraße, Münchens großer Einkaufsmeile, gibt es 15 Handyläden (4x T-Mobile, 3x Vodafone, 5x E-Plus/Base, 2x o2 und 1x Mobilcom). Ich weiß das, weil ich heute, an meinem letzten auftrittslosen Tourtag, jeden einzelnen abgegrast habe. Ich habe das getan, weil ich gern lange telefoniere und nebenbei beidhändig Wäsche aufhänge. Ich kann das nicht mehr tun, seit ich meine Mikrofonkopfhörer mit eben jener Wäsche gewaschen habe und sie nicht mehr funktionieren. Ich möchte jetzt nicht der Frage nachgehen, warum (zur Hölle) jede Einkaufsstraße in jeder Stadt zu knapp 50% aus Handyläden besteht, möchte aber doch kritisch anmerken, das kein einziger in der Lage war, mir mit einem lächerlichen Stück Serienzubehör auszuhelfen, und das mit einer beeindruckenden Bandbreite von (Un-)Freundlichkeit aber ziemlich einheitlicher Ahnungslosigkeit. Im letzten Laden bin ich dann tatsächlich doch halbwegs fündig geworden:

Verkäuferin mit lila Mantel und lila Brillengestell (VmlMulB): „Grüß Gott!“
Ich: „Hallo, ich habe meine Taschentelefonkopfhörer gewaschen und brauche neue. Normaler 3.5mm Klinkenanschluss.“
VmlMulB: „Hihi, das ist witzig. Das hier sind die einzigen, aber von einer anderen Firma. Das sollen die besten sein. Nicht über meinen Mantel wundern übrigens, dachte es wird warm heute, habe mir sogar ein Erfrischungsspray mitgenommen.“
Ich: „Ähm. Aber soll ja morgen wieder wärmer werden. Haben die Kopfhörer auch so eine Taste zum Gespräch annehmen und Musik starten und stoppen?“
VmlMulB: „Die haben so Aufsätze für unterschiedliche Ohrgrößen.“ (4 gleich große Aufsätze)
Ich: „Aber haben die auch so eine Taste zum Gespräch annehmen und Musik starten und stoppen?“
VmlMulB: „Ich glaube schon.“
Ich: „Kann ich die mal ausprobieren? Damit ich auch weiß ob die Taste mit meinem Gerät funktioniert?“
VmlMulB: „Das ist ein normaler Chinch-Anschluss, im Volksmund auch Klinkenanschluss genannt. Das funktioniert mit allen Geräten. Und die sind auch für Musik gemacht. Zum Ausprobieren müsste ich die jetzt auseinandernehmen.“
Ich: „Aber man muss doch nur…“
VmlMulB: „Das geht leider nicht.“
Ich: „Und wenn ich sie kaufe und sofort ausprobiere und es geht doch nicht, kann ich sie dann direkt zurückgeben?“
VmlMulB: „Prinzipiell schon, aber besser wenn ich nicht da bin, ich weiß nämlich nicht wie Rücknahmen gehen.“

Ich war risikofreudig, habe sie gekauft, ausprobiert und sie funktionieren. Immerhin.

V.l.n.r.: Alex, Elena, ich. Foto: Kamera.

Der Schreiburlaub trägt so langsam auch Früchte: Teamtext Nr. 4 meines Slam Teams „Steffis Vorschlag“ ist vorläufig fertig. Bevor ich abends mit netten Menschen freundlicher Abendgestaltung nachgegangen bin, in einer zentral in München gelegenen, aber trotzdem ganz schön weit entfernten Kneipe („Baal“), habe ich noch eine kleine Zeitreise mit meiner Casio-Deluxe-Zeitreisen-Uhr unternommen:

März 2011. Die Marburger Lesebühne Late-Night-Lesen, die seit 2003 in der Cavete stattfindet, und dies seit einiger Zeit unter meiner Schirmherrschaft tut, hat nun endlich eine neue Webseite, die ich gebastelt und nun endlich fertiggestellt habe. Bis zum tatsächlichen Onlinestellen habe ich einiges an Blut, Schweiß, Tränen und Kaffee vergossen, aber auch ein bisschen getrödelt. Ich finde, die Seite ist sehr schön geworden. Ja.

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