Tourtagebuch, Tag 6: 100%, Schweinebär und Dominik Bartels

In München wird man aus stehenden Autos belehrend angehupt und wohlwollend angeschrien, wenn man noch schnell über die gerade rot gewordene Ampel Fußgängerampel huscht.

Moderne Fahrscheinautomaten existieren, man weiß nur nicht wo. Alte Fahrscheinautomaten akzeptieren nur Geldkarte oder Bargeld. 17,50€ Münz-Wechselgeld auf einen 20€-Schein werden zur ersten Zerreißprobe eines frisch geflickten Portemonnaie-Kleingeldfaches.

V.l.n.r.: Zitronensaft, Cola. Foto: Taschentelefon

Die Münchener DB-Lounge ist nicht sonderlich schön. Die Cola (verfeinert mit Zitronensaft) oder die Suppe aus dem Kaffeeautomaten sind zwar zu empfehlen, gibt es aber auch in allen anderen Lounges. In Frankfurt kann man beispielsweise am großen Panorama-Fenster mit Blick auf die Gleise sitzen und stricken. In München brauch man dafür ein 1. Klasse Ticket.

V.l.n.r.: Gleis 5, 6, 7, 8 (Blick aus der Frankfurter DB Lounge). Foto: Taschentelefon

Die Münchener Freundlichkeit setzte sich auch im Zug nach Regensburg fort: Wenn die ältere Dame ihre freundliche Belehrung nicht noch mit „Sie Schweinebär“ abgeschlossen hätte, hätte ich vielleicht auch in ihrem Beisein schon meine Fußspitze vom Sitz gegenüber genommen.

In Regensburg konnten Alex Burkhard und ich (als „Steffis Vorschlag“) unsere vollkommen zurecht geführte Finalstatistik weiterhin auf 100% halten. Eine Siegesstatistik führen wir ja nicht, aber wenn… Lassen wir das. Einer Zuschauerin hat unser Teamname „Steffis Vorschlag“ so gut gefallen, dass sie ihr Auto nun „Joeys Vorschlag“ genannt hat, wie sie uns heute per Facebook mitteilte. Die „Aftershow-Party“ nach dem Slam bestand aus stundenlangem Städterätseln im Backstageraum mit der wirklich angenehmen Tour-Gesellschaft, bestehend u.a. aus Dominik Bartels, der sich vollkommen zurecht beschwert hat, hier noch nicht erwähnt worden zu sein.

Während ich diese Zeilen tippe, befinde ich mich mit eben jener Tour-Gesellschaft im Zug auf dem Weg nach Ulm, wo heute um 22 Uhr der späteste Slam der Tour stattfindet. Die wirklich angenehme Tour-Gesellschaft besteht u.a. aus Dominik Bartels, der sich vollkommen zurecht beschwert hat, hier noch nicht erwähnt worden zu sein. Gerade haben wir einen Zwischenhalt in Münchsmünster, wo wir uns „bei diesem schönen Wetter gerne die Beine vertreten können“ (O-Ton Zugdurchsager).

V.l.n.r.: Werder Bremen Klorollenhut. Foto: Taschentelefon

Während Zugreisen durch die Zeit zu reisen ist immer ein wenig anstrengend, deshalb werde ich mit meiner Casio-Deluxe-Zeitreisenuhr nur einen kurzen Abstecher in den April/Mai 2011 machen, wo ich in der Frankfurter DB-Lounge für einen guten Freund diesen wirklich schönen Werder Bremen Klorollenhut gestrickt habe.

PS: Es freut mich, wenn alte Freunde der Familie hier mitlesen. P.B. darf sich hiermit gegrüßt fühlen. Weiterhin möchte ich aus persönlichen Disputen herausgehalten werden.

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