Tourtagebuch, Tag 7: Solo, Anna und Silhouetten

Der siebte und vorletzte Tag meiner Schreib- und Slamtour im Süden begann in Regensburg, wo meine wirklich angenehme Tour-Gesellschaft, die z.B. auch aus Laura Reichl besteht, und ich, erst mal den Buchgutschein auf den Kopf gehauen haben, der sich aus irgendeinem Grund in meiner Tasche befand. Ohne direkte Absprache schafften wir es zu dritt, den Gutschein bis auf 7 Cent einzulösen. In meinem Tour-Rucksack befindet sich nun (dank André Herrmanns Artikel, den ich nie gelesen habe, weil ich mir gedacht habe „hey, das Buch möchte ich glaube ich lesen“) Michel Houellebecqs „Karte und Gebiet“. Bin gespannt.

Von Regensburg nach Ulm fährt man mit fast 4 Stunden deutlich länger als gedacht. Ulm ist sehr schön, vor allem, wenn es mit wirklich angenehmer Tour-Gesellschaft (Dominik Bartels und Laura Reichl) erkundet.

V.l.n.r.: Ausgetrocknetes Brunnenkunstwerk, Schild. Foto: Taschentelefon.

Den Poetry Slam in der podium.bar musste ich, das erste Mal auf dieser Tour, Solo bestreiten, also ohne das beruhigende Kinn von Alex Burkhard neben mir und uns als „Steffis Vorschlag“ auf der Bühne zu wissen. Dankenswerterweise hat das Publikum trotzdem sehr laut und mich ins Finale geklatscht, nachdem ich meine Geschichte „Anna“ vortrug. In der Pause kam ein Mädchen zu mir, sagte sie komme auch aus Marburg und heiße Anna. Wir waren uns aber beide relativ sicher, dass sie nicht die Anna aus meiner Geschichte war. Trotzdem hat mich das sehr gefreut.

Weil der Slam in Ulm der letzte der zusammenhängenden 3-Tage-Tour Dachau-Regensburg-Ulm war, musste ich mich leider von meiner wirklich angenehmen Tour-Gesellschaft verabschieden (die außerdem noch aus Pierre Jarawan, Sulaiman Masomi und Jazzkeks bestand). Weiter geht’s nun nach Würzburg, wo ich nach letztem Jahr ein weiteres Mal die Ehre habe, beim Highlander um Würzburgs Startplatz für die deutschsprachigen Meisterschaften (slam2011) in Hamburg zu kämpfen. Ich würde eine große Summe gegen mich setzen, erhoffe mir aber trotzdem einen schönen Abend.

V.l.n.r.: Steht ja drauf (Flyer).

Die Zeit zwischen dem Auschecken aus dem Hotel und der Zugfahrt nach Würzburg vertreibe ich mir mit einer kleinen Zeitreise. Ich habe das Gefühl, dass meine Casio-Deluxe-Zeitreisenuhr mich ein wenig auslacht, als ich sie bloß auf vorletzten Mittwoch, den 25. Mai stelle. Aber sie tut ihren Dienst. Mir ist, wie immer wenn ich durch die Zeit reise, ein bisschen schwindelig als ich ankomme. Bin nun aber da und freue mich riesig, denn die Lesebühnen-Show „Die Silhouetten unserer Haare“, die Peter Janicki, Martin Sieper und ich auf die Beine gestellt haben, hat grandios viel Spaß gemacht. Neben Solo-Texten (von uns selbst und gegenseitig) haben wir diverse Teamperformances und jede Menge Quatsch auf die Bühne gebracht. Die Cavete war brechend voll, die Stimmung im Publikum grandios und wir denken bereits über eine Neuauflage des Abends nach. Namensgebend für den Abend war übrigens dieser Text von mir. Stark.

PS: Von Ulm nach Würzburg fährt man mit fast 4 Stunden länger als gedacht.

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