Ein Monat »Ich mag Regen« bei Satyr

Seit etwa einem Monat bin ich nun veröffentlichter Autor, so richtig mit Verlag und so – Zeit für eine kleine Rückschau!

Am 23. Januar erschien »Ich mag Regen« offiziell im Satyr Verlag, einen Tag später stand eine große Kiste mit vielen Büchern vor meiner Tür. Die Neuauflage sieht erst mal nicht viel anders aus als die alten, die ich im Alleingang vertrieben habe, aber fühlt sich ziemlich anders an! Anderes Papier, andere Bindung, anderer Druck – mag sein, dass das nicht vielen auffällt, aber mir kommt der Unterschied zum Digitaldruck der ersten Auflagen immens vor.

Unboxing
»Ich mag Regen« – Unboxing der Verlagsausgabe

Aber abgesehen von der neuen Haptik hat man erst mal nicht viel Unterschied zur früher gemerkt.Bestellen konnte man es zunächst nur beim Verlag selbst. Ganz normal, die ganzen Online-Händler (oder vielmehr die Barsortimente, von denen sich die Händler die Bücher liefern lassen) mussten sich erst mal bevorraten. Was aber zur Folge hatte, dass Buch.de, Amazon.de und wie sie alle heißen nur »Erscheint am 23.01.2014 – Jetzt vorbestellen« angaben. Auch nach dem 23.01.2014. Knapp zwei Wochen waren es noch, bis Amazon auf »Erhältlich in 6 bis 9 Tagen« und endlich auf »Nur noch 4 auf Lager (mehr ist unterwegs)« umschaltete und es auch bei den anderen Händlern »Sofort lieferbar« war.

Sofort verfügbar war dagegen die E-Book-Version (die ich auf meinen Wunsch hin selbst erstellt habe): Die Vorschau der Kindle-Version (➝Blick ins Buch) sieht grausig aus (wer braucht schon Seitenumbrüche), aber das ist zum Glück nur die Vorschau. Schöner sieht die Vorschau der EPUB-Version auf Buch.de (➝Leseprobe) aus, auf dem Lesegerät dürfte kein Unterschied mehr erkennbar sein.

Einige der Menschen, die eine der alten Auflagen gelesen haben, haben schon Amazon-Feedback gegeben (gerade sind es durchschnittlich fünf von fünf Sternen bei acht Bewertungen) und auch ein paar richtige Rezensionen sind inzwischen erschienen:

  • LizzyNet: Direkt die erste Rezension nach Erscheinen birgt witzige Ideen: »Oder ihr müsst plötzlich auf die Toilette, […] in diesem speziellen Falle könnt ihr auch umgangssprachlich sagen: ›Ich geh mal gucken, ob’s regnet.‹ Und dann nehmt ihr euch dieses A6-Buch mit. Und fahrt die Melancholie-Himmelhochjauchzend-zu-Tode-betrübt-Achterbahnfahrt inklusive Regenschirm, während ihr Tränen lacht.« Ein Slammerkollege frug mich mal, wann ich endlich ein Buch rausbringen würde, er lese Slammerbücher immer so gern aufm Klo. Interessant, da scheint er nicht der einzige zu sein.
  • Das Marburger: Ich wusste bisher nicht mal, dass es »das Marburger« Online-Magazin überhaupt gibt, aber cool, Buch-Pressetext garniert mit ein paar Sätzen, die mich ganz rot werden lassen. »Es ist mitzuteilen, dass Marvin Ruppert es versteht zu schreiben.« Besten Dank für diese Mitteilung :).
  • Fuchs geht um: Katharina Fuchs bloggt unheimlich viel, hat es aber zwischendurch auch geschafft, mein Buch zu lesen. Sie sieht es wie ich: »Dieses Buch anzufassen macht Spaß.« Und auch inhaltlich scheint es ihr gefallen zu haben.
  • Fräulein Bücherwald: Julia Balzer liest unheimlich viel und schafft es nebenbei noch, diesen Wald an Büchern zu rezensieren (und Klausuren zu schreiben, weshalb ihre Rezension unerträglich »lange« zwei Wochen auf sich warten ließ). Slammerbücher haben’s schwer bei ihr, »aber bei Marvin Rupperts Texten funktioniert auch das Lesen überraschend gut!« Freut mich, ist mir schließlich ein wichtiges Anliegen beim Schreiben.
  • Gerry42: Vollkommen überraschenderweise (bei dem Namen) ist Gerry42 großer Douglas Adams Fan. Da haben wir schon mal eine Gemeinsamkeit. Und mein Buch einen schweren Stand: Es musste humortechnisch gegen das gerade ausgelesene Buch von Douglas Adams, »Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele« bestehen. »Umso erstaunlicher, dass Marvin Ruppert diese vollkommen sinnfreie Herausforderung tatsächlich mit Bravour meistert.« Gefolgt von einigem textspezifischen Lob (cool!), und einer Bestätigung, dass ein weiteres meiner Anliegen beim Schreiben funktioniert: »[…] wie aus einem Fluss. Zumal Marvin Ruppert niemals in die Falle tappt, einfach unzusammenhängende Gags aneinanderzureihen, um so viele Lacher wie möglich zu kassieren. « Besten Dank!
  • Neue Woertlichkeit: Besonders schön liest sich die Rezension von Linn auf/in/? der Neuen Woertlichkeit: »Dieses Buch ist eine einzige Tragik-Komödie. Und obwohl der Autor von einem Thema schreibt, das so alt und ausgelutscht ist wie die Menschheit selbst (die Liebe!), kenne ich kaum eine erfrischendere Aufarbeitung. Vielleicht, weil Marvin Rupperts Protagonist scheitert – und daran trotzdem nicht zerbricht. […] Naiv, liebenswert und ein kleines bisschen verkopft.« Merci beaucoup!

Das macht mich alles ein bisschen stolz und ich bin gespannt, wie’s weitergeht, ein paar Rezensionsexemplare sind noch im Umlauf. Außerdem steht demnächst noch so einiges an: Ein paar Duo-Lesungen mit Alex Burkhard, meinem Slam-Teampartner und Verlagskollegen, stehen schon Fest (»Traurige Geisteswissenschaftler im Regen«, z.B. im Münchner Rationaltheater am 4. Mai und in Marburg in der Cavete am 4. Juni), mehr sind in Planung, ebenso werde ich gelegentlich mit Pauline Füg auftreten, so als Lustigprosa/Lyrik-Kombo. Und jede Menge Slam- und Lesebühnenauftritte sowieso.

2014 ging gut los, so kann’s gern weitergehen.

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