NEUN#4 bei Elena Lorscheid

Hello Menschen und Zeit für NEUN: Ich besuche Künstlermenschen zu Hause auf Tee/Bier/Whatever und hinterher kommen neun Fotos, neun Fragen & neun Antworten raus! Heute: Elena Lorscheid.

Elena ist Schriftstellerin, Altmarburgerin und lebt über einen kleinen Umweg über München und Leipzig nun wieder in München. In einer sehr schönen, hellen Wohnung mit leicht zerkratztem Fußboden und sehr vielen Büchern. Fast alle hat sie nicht selbst geschrieben aber gelesen. Eins hat sie auch geschrieben.
Früher hat sie mal die Marburger Lesebühne Late-Night-Lesen organisiert, was ich ja inzwischen seit ein paar Jahren mache. In meiner Anfangszeit als Bühnenautor fragte sie mich, ob ich nicht Lust hätte, ein bisschen in der Orga mitzuhelfen. Einen Monat später sagte sie: »Ich ziehe jetzt übrigens nach München, tschüss!«
Sie ist trotzdem oder gerade deshalb ein liebenswerter Mensch.

Elena1. Wann bist du heute aufgestanden und was hast du als erstes gemacht?
Gardinen geöffnet.

2. Hast du ein sinnloses Talent? Welches?
In Lokalen Origami-Kraniche aus Servietten falten.

3. Was ist dein Lieblingswerk von dir selbst und warum?
Eine Kurzgeschichte über ein Mädchen und einen Jungen auf einer Wiese, weil die Geschichte inhaltlich und formal unangepasst und eigen ist wie eine wilde Blume, um die es da im Hinblick auf zwischenmenschliche Beziehungen auch geht.

4. Was ist dir wichtiger? Heute oder morgen?
Heute.

5. Was machst du in zehn Jahren bestenfalls? Was schlechtestenfalls?
Bestenfalls einen Roman in einer Dachstube in Nizza verfassen mit vom Salz verfilzten Haaren nach dem morgendlichen Schwimmen im Meer. Schlechtestenfalls habe ich Technikprobleme mit meinem Laptop und schreibe alles per Hand, bis sie abfällt.

6. In wie vielen Städten hast du schon gelebt?
In 4 Städten.

7. Du musst Kunst oder Liebe für immer aufgeben. Wie entscheidest du dich?
Ohne Liebe gibt es keine Kunst: Kann mich nur für oder gegen beides entscheiden.

8. Wenn du einen Tag lang unsichtbar sein könntest, was würdest du tun?
[Anm. Marvin: Ich glaube, das heißt: Fragen wie diese beantworten. Mit ebenfalls unsichtbarer Tinte.]

9. Welche Frage fehlt noch und wie ist die Antwort?
»Woher nimmst du deine Ideen?« – »Ich nehme sie nicht, sie werden mir ungefragt aufgehalst.«

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